Sicherlich ein Randthema, aber da eine Freundin von mir sich eines hat stechen lassen kam in mir die Frage auf…wie ist das eigentlich mit Tätowieren bei Diabetes.
Ein Tattoo ist für viele Menschen etwas ganz Besonderes. Es kann ein Zeichen für eine schöne Erinnerung sein, ein Herzensmensch, ein Hobby – oder einfach nur ein tolles Bild auf der Haut. Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man Diabetes hat? Kann man sich trotzdem tätowieren lassen?
Die kurze Antwort: Ja, das geht!
Aber es gibt ein paar wichtige Dinge, auf die du achten solltest. Denn bei Diabetes ist die Haut empfindlicher, und die Heilung kann etwas länger dauern.
In diesem Beitrag erklären wir dir in einfacher Sprache, worauf du beim Tätowieren mit Diabetes achten solltest – vorher, während und danach.
Warum ist Tätowieren für Diabetiker etwas Besonderes?
Beim Tätowieren wird die Haut mit feinen Nadeln verletzt. Die Tattoo-Farbe wird dabei unter die oberste Hautschicht gebracht. Das ist für den Körper wie eine kleine Wunde.
Für Menschen mit Diabetes kann die Heilung von Wunden manchmal langsamer sein. Auch das Risiko für Infektionen ist etwas höher, besonders wenn der Blutzucker nicht gut eingestellt ist. Deshalb ist gute Vorbereitung besonders wichtig.
Vor dem Tattoo: Das solltest du beachten
✅ Blutzucker gut einstellen
Bevor du dich tätowieren lässt, sollte dein Blutzucker möglichst stabil sein. Wenn er oft zu hoch oder zu niedrig ist, heilt die Haut schlechter – und es kann zu Problemen kommen.
Sprich am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, ob dein aktueller Gesundheitszustand ein Tattoo erlaubt.
✅ Seriöses Tattoo-Studio wählen
Ein sauberes und professionelles Studio ist absolut wichtig. Achte darauf, dass:
- das Studio hygienisch und ordentlich ist,
- der Tätowierer sterile Nadeln verwendet,
- Einmalhandschuhe getragen werden,
- und alles sauber desinfiziert wird.
Scheue dich nicht, im Studio Fragen zu stellen – ein guter Tätowierer nimmt sich gerne Zeit für dich!
🚫 Vorsicht bei bestimmten Körperstellen
Manche Stellen am Körper sind bei Menschen mit Diabetes besonders empfindlich – zum Beispiel:
- Füße
- Unterschenkel
- Hände
Dort kann die Durchblutung schlechter sein. Das bedeutet: Die Haut heilt langsamer, und es kann eher zu Infektionen kommen.
Auch Stellen, an denen du weniger Gefühl hast (z. B. bei Nervenschäden), solltest du lieber meiden.
Nach dem Tattoo: So pflegst du deine Haut richtig
💧 Sauber halten
Die frische Tätowierung ist wie eine Wunde. Halte die Haut sauber – aber nicht nass. Wasche die Stelle vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem milden, parfümfreien Waschgel.
🧴 Eincremen
Nutze eine geeignete Tattoo-Pflegecreme, am besten ohne Parfüm oder Alkohol. Frag im Studio nach, was empfohlen wird.
🩹 Nicht kratzen!
Auch wenn es juckt: Bitte nicht kratzen! Das kann die Haut beschädigen oder zu Narben führen.
👀 Beobachten
Achte in den Tagen nach dem Tätowieren auf Anzeichen für Entzündungen:
- Rötung
- Schwellung
- Eiter
- starke Schmerzen
Wenn du etwas davon bemerkst oder unsicher bist, geh lieber direkt zum Arzt.
Fazit: Ja, ein Tattoo ist möglich – aber mit guter Vorbereitung!
Wenn du Diabetes hast, musst du nicht auf ein Tattoo verzichten. Aber du solltest gut vorbereitet sein:
- Sprich vorher mit deinem Arzt.
- Achte auf stabile Blutzuckerwerte.
- Wähle ein sauberes Studio.
- Pfleg die Haut danach sorgfältig.
Dann steht deinem Wunsch-Tattoo nichts im Weg! 💙
Hast du schon ein Tattoo mit Diabetes?
Oder überlegst du, dir eines stechen zu lassen?
Erzähl uns gerne davon – wir freuen uns über deinen Kommentar!

