
Was du nicht siehst – ein Leben mit Diabetes
Ich lebe mit Typ-1-Diabetes. Und ganz ehrlich? Für viele sieht das nach außen gar nicht schlimm aus. Ich lächle, arbeite, treffe Freund*innen, gehe einkaufen, mache Sport. Ich sehe nicht krank aus. Aber das, was in mir passiert, sieht eben auch niemand. In meinem Kopf ist immer was los Diabetes bedeutet, ständig nachzudenken. Wann habe ich das letzte Mal gegessen? Wie viele Kohlenhydrate hatte das Mittagessen? Wie viel Insulin brauche ich jetzt? Was macht der Spaziergang mit meinem Blutzucker? Und wie viel Puffer habe ich, wenn ich heute Abend noch zur Verabredung gehe? Das alles läuft dauernd im Hintergrund – wie ein zweites Betriebssystem, das nie schläft. Es kostet Energie. Viel Energie. Und manchmal wünsche ich mir einfach nur: Ruhe im Kopf. Du siehst mich – aber nicht meine Hypo Manche denken, eine Unterzuckerung sei nur ein bisschen Zittern. Aber nein. Mein Herz rast. Ich schwitze. Ich verliere die Kontrolle über





