Wenn Diabetes auch den Kopf fordert

Diabetes ist mehr als Blutzucker, Insulin und Technik. Die ständige Aufmerksamkeit, Entscheidungen im Minutentakt und die Verantwortung für den eigenen Körper können mental sehr fordernd sein. Gefühle wie Erschöpfung, Frust, Angst oder Überforderung sind keine Schwäche – sie gehören für viele Betroffene zum Alltag dazu.

In dieser Kategorie geht es um genau diese Seite der Erkrankung: um Diabetes-Burnout, Stress, innere Konflikte und den Druck, „alles richtig“ machen zu wollen. Hier findest du verständliche Einordnungen, ehrliche Gedanken und Impulse, die helfen können, besser mit der psychischen Belastung umzugehen.

Ziel ist nicht Perfektion. Ziel ist ein gesunder, realistischer Umgang mit sich selbst – und die Erkenntnis, dass du mit diesen Gedanken nicht allein bist.

Diabetes-Burnout: Wenn alles zu viel wird

Mein Leben mit Diabetes – und die Momente, wo es zu viel wird Ich lebe noch nicht allzu lange mit der Diagnose Diabetes, und dennoch gibt es Momente in denen alles zuviel wird.Jeden Tag messe ich, rechne, spritze und passe auf.Es gibt keine Pause.Immer wieder gibt es Momente in denen ich denke: Ich kann nicht mehr.Das sind meine Diabetes-Burnout-Momente. Ich war nicht faul.Ich war einfach erschöpft – körperlich und seelisch. Wie sich mein Burnout anfühlt Es gab Tage, da wollte ich den Blutzucker gar nicht mehr messen.Manchmal habe ich das Insulin später gespritzt – oder ganz vergessen.Jedes Gespräch über Diabetes hat mich genervt.Ich dachte oft: „Egal, es bringt doch nichts.“ Dazu kam diese Müdigkeit, Gereiztheit und manchmal auch Traurigkeit. Warum es bei mir so weit kam Ich glaube, es war eine Mischung aus vielen Dingen: Was es mit mir gemacht hat Meine Werte sind oft hoch und tief gegangen wie

Weiterlesen »

Diabetes kann das Demenz-Risiko erhöhen

Wie hängen Diabetes und Demenz zusammen? Viele Menschen wissen: Diabetes kann Augen, Nieren oder das Herz schädigen. Aber wusstest du, dass auch das Gehirn betroffen sein kann? Forschende haben herausgefunden: Menschen mit Diabetes – vor allem mit Typ 2 – bekommen im Alter öfter Demenz. Demenz ist eine Krankheit, bei der das Gedächtnis schlechter wird. Betroffene vergessen Dinge, finden sich nicht mehr gut zurecht oder erkennen Menschen nicht mehr. Eine bekannte Form von Demenz ist Alzheimer. Was passiert im Körper bei Diabetes? Bei Diabetes ist der Blutzucker oft zu hoch. Das kann über viele Jahre die kleinen Blutgefäße im Körper schädigen – auch im Gehirn. Dadurch bekommt das Gehirn weniger Sauerstoff und Nährstoffe. Es kann schlechter arbeiten und altert schneller. Außerdem wirkt Insulin – das Hormon, das den Blutzucker senkt – bei vielen Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht mehr richtig. Auch im Gehirn ist Insulin wichtig. Wenn es dort nicht mehr

Weiterlesen »

Reden hilft – aber wie?

🗣️ Reden über Diabetes – Wie Angehörige gut kommunizieren können Diabetes betrifft nicht nur den Körper – auch die Gefühle spielen eine große Rolle.Offene Gespräche helfen, Ängste abzubauen, Missverständnisse zu klären und Vertrauen zu stärken. Doch oft ist es gar nicht so einfach, über Diabetes zu sprechen. In diesem Artikel zeigen wir in einfacher Sprache, wie Angehörige gut und verständnisvoll kommunizieren können. 🤔 Warum ist Reden so wichtig? Wenn du als Angehörige*r mit der betroffenen Person sprichst: Schweigen dagegen führt oft zu Unsicherheit und Abstand. 💡 Tipps für gute Gespräche über Diabetes 1. Wähle den richtigen Moment Such eine ruhige Zeit ohne Stress.Kein Gespräch „nebenbei“ oder wenn alle beschäftigt sind. 2. Höre aktiv zu Zeig Interesse an den Gefühlen und Erlebnissen.Wiederhole, was du verstanden hast, z. B.:„Du meinst also, dass du dich manchmal allein fühlst?“ 3. Sprich in Ich-Botschaften Sag, wie du dich fühlst, ohne Vorwürfe:„Ich mache mir Sorgen, wenn du

Weiterlesen »

Liebe mit Diabetes – geht das gut?

❤️ Partnerschaft und Diabetes – Zwischen Nähe, Verantwortung und Freiraum Diabetes betrifft nicht nur die Person selbst, sondern oft auch die Beziehung. Wenn deine Partnerin Diabetes hat, stellst du dir vielleicht viele Fragen: In diesem Artikel erfährst du in einfacher Sprache, wie Paare gut miteinander umgehen können, wenn einer der beiden Diabetes hat. 💬 Offen reden – der wichtigste Schritt Jede Beziehung lebt von guter Kommunikation. Mit Diabetes wird das sogar noch wichtiger. Sprich offen über: Und hör auch gut zu.Frage z. B.:👉 „Willst du, dass ich dich an dein Insulin erinnere?“👉 „Darf ich bei Unterzucker eingreifen – oder lieber erst fragen?“ 🧠 Verstehen, was Diabetes bedeutet Viele wissen gar nicht genau, was Diabetes im Alltag heißt. Hier eine kurze Übersicht: Typ-1-Diabetes Typ-2-Diabetes Kein eigenes Insulin Körper reagiert schlecht auf Insulin Insulin-Spritzen oder Pumpe nötig Oft Ernährung & Bewegung wichtig Meist ab Kindheit, seltener auch als Erwachsener Meist im Erwachsenenalter Deine

Weiterlesen »

Immer nur Sorgen? Das muss nicht sein!

💬 Emotionale Belastung für Angehörige – wenn das Sorgenmachen zur Dauerbelastung wird Diabetes betrifft nicht nur die Person, die die Diagnose bekommt – sondern oft die ganze Familie.Viele Angehörige kümmern sich sehr, sind aufmerksam, hilfsbereit, vorsichtig – und manchmal: erschöpft. In diesem Artikel sprechen wir offen über ein wichtiges Thema:Wie geht es dir als Angehörige*r?Und was kannst du tun, damit dich die Sorge nicht auffrisst? 🧠 Warum Angehörige oft gestresst sind Es ist ganz normal, dass du dir Sorgen machst.Du willst helfen, mitdenken, für Sicherheit sorgen. Aber wenn du: Das nennt man emotionale Belastung – und sie ist real. ⚠️ Woran du erkennst, dass es dir zu viel wird Achte auf dich. Typische Anzeichen sind: Mögliche Anzeichen Du fühlst dich oft müde oder gereizt Du hast Schuldgefühle, wenn etwas nicht „perfekt“ läuft Du denkst: „Ich darf nicht krank werden – ich muss funktionieren“ Du hast kaum noch Zeit für dich

Weiterlesen »

Auch Geschwister brauchen Aufmerksamkeit

🧒 Geschwister von Kindern mit Diabetes – Die „vergessenen“ Angehörigen? Wenn ein Kind Diabetes hat, verändert sich vieles im Familienleben:Es gibt neue Regeln, Geräte, Arzttermine – und oft viel Aufmerksamkeit für das betroffene Kind. Doch was ist mit dem Geschwisterkind?Fühlt es sich übersehen? Oder zu kurz gekommen? In diesem Artikel erklären wir , warum Geschwister oft „mitbetroffen“ sind – und wie du als Elternteil oder Angehörige*r alle Kinder gut im Blick behältst. 🧠 Was geht in Geschwistern vor? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Diabetes hat, erleben Geschwister manchmal: Gefühle Eifersucht („Warum bekommt er/sie mehr Aufmerksamkeit?“) Unsicherheit („Darf ich das essen, wenn mein Bruder es nicht darf?“) Schuldgefühle („Ich bin gesund – ist das unfair?“) Angst („Was, wenn meinem Geschwister etwas passiert?“) Diese Gefühle sind normal – und dürfen auch sein. ✅ Was Geschwister brauchen 🗣️ 1. Raum für eigene Gefühle Erlaube deinem Kind, zu sagen: Wichtig: Nimm das ernst

Weiterlesen »