Ich habe Diabetes – und ich schlafe oft schlecht. Lange Zeit wusste ich nicht, woran das liegt. Ich war müde, konnte aber nicht einschlafen. Oder ich bin nachts mehrmals aufgewacht und fühlte mich morgens total erschöpft. Vielleicht geht es dir genauso?
In diesem Beitrag erzähle ich dir, warum mein Schlaf gestört war – und was mir geholfen hat, besser zu schlafen.
Warum ich mit Diabetes schlechter schlafe
Wenn mein Blutzucker nicht gut eingestellt ist, spüre ich das oft zuerst in der Nacht. Es gibt mehrere Gründe, warum mein Schlaf darunter leidet:
1. Mein Blutzucker schwankt in der Nacht
- Wenn mein Blutzucker zu niedrig ist (eine sogenannte Hypo), wache ich auf – oft mit Herzklopfen, Schweiß oder Hunger.
- Wenn mein Blutzucker zu hoch ist (Hyper), muss ich oft auf die Toilette. Ich habe Durst, Kopfschmerzen oder kann einfach nicht durchschlafen.
2. Schmerzen oder unruhige Beine stören meinen Schlaf
Manchmal habe ich Nervenschmerzen in den Füßen oder Beinen. Oder meine Beine sind so unruhig, dass ich nicht einschlafen kann. Das fühlt sich an, als müsste ich ständig die Beine bewegen – sehr unangenehm.
Was schlechter Schlaf mit meinem Blutzucker macht
Ich habe gemerkt: Wenn ich schlecht schlafe, ist mein Blutzucker am nächsten Tag oft höher. Mein Körper reagiert dann empfindlicher auf Stress – und das macht es für das Insulin schwerer, richtig zu wirken. Mein Arzt sagt, das nennt man Insulinresistenz.
Das ist ein echter Teufelskreis:
Schlechter Schlaf → höherer Blutzucker → noch schlechterer Schlaf …
Das hat mir geholfen, besser zu schlafen
Ich habe einiges ausprobiert, um besser schlafen zu können. Diese Dinge helfen mir besonders:
💉 1. Ich beobachte meinen Blutzucker vor dem Schlafengehen
Bevor ich ins Bett gehe, messe ich meinen Blutzucker oder schaue aufs CGM. Wenn ich weiß, dass mein Wert stabil ist, kann ich beruhigter einschlafen.
Meine CGM-Alarmgrenzen habe ich so eingestellt, dass sie mich nur wecken, wenn es wirklich nötig ist.
Wenn ich merke, dass mein Zucker nachts oft schwankt, spreche ich mit meinem Diabetologen. Manchmal muss das Basalinsulin angepasst werden.
🛌 2. Ich habe meine Schlaf-Routine verändert
Ich versuche, jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Mein Handy lege ich spätestens eine halbe Stunde vorher weg. Stattdessen lese ich oder höre ruhige Musik. Mein Schlafzimmer ist kühl, dunkel und ruhig – das hilft mir beim Einschlafen.
🧘 3. Ich achte mehr auf mich
Stress wirkt sich bei mir stark auf den Schlaf aus. Ich nehme mir jeden Tag bewusst Zeit für mich. Schon ein kurzer Spaziergang, etwas Dehnen oder Atemübungen tun mir gut. Auch das wirkt sich positiv auf meinen Schlaf und den Blutzucker aus.
Mein Fazit
Guter Schlaf gehört für mich zur Diabetes-Therapie dazu. Früher habe ich das nicht ernst genommen – heute weiß ich: Ohne erholsamen Schlaf komme ich nicht klar. Seit ich mich darum kümmere, fühle ich mich fitter, mein Zucker ist stabiler, und ich starte besser in den Tag.
💬 Wie schläfst du mit Diabetes?
Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hast du Tipps, die dir beim Schlafen helfen?
Ich freue mich, wenn du sie mit mir teilst – hier in den Kommentaren oder per Nachricht. Wir sind nicht allein – gemeinsam finden wir Wege zu mehr Ruhe in der Nacht. 🌙

