„Mint“: Tubeless‑Pumpen‑Revolution von Beta Bionics

Beta Bionics stellt „Mint“ vor – die nächste Generation der tubelosen Insulinpumpen

Die amerikanische Firma Beta Bionics, bekannt für ihr iLet Bionic Pancreas‑System, präsentierte auf der ADA Scientific Sessions erstmals einen funktionsfähigen Prototyp der tubeless Patch‑Pumpe namens „Mint“.
Im Gegensatz zu klassischen Schläuchen kommt „Mint“ ohne Tubing aus – ähnlich wie Insulets Omnipod, aber mit einigen smarten Verbesserungen.

Technische Highlights von Mint:

  • Tragedauer bis zu 3 Tage plus 12‑Stunden‑Grace‑Period
  • Reservoir für 200 Einheiten Insulin
  • Smartphone‑Steuerung über die iLet‑App (iOS & Android)
  • Semi‑reuse‑Design: wiederverwendbare „Brains“ + austauschbare Basiseinheit mit Batterie – kein Aufladen nötig
  • Automatische Kopplung beim Site‑Wechsel: kein neues Pairing erforderlich
  • Feinst‑Kanüle mit nur 4,5 mm Stahlnadel

Das designfokussierte Konzept erleichtert das Handling erheblich: Patch aufkleben, wiederverwendbare Einheit ansetzen, Knopfdruck – fertig. Im Vergleich: Medtronics kommender MiniMed Fit ist auf sieben Tage ausgelegt, bietet jedoch ein anderes System.

Marktposition & Ausblick

Analysten erwarten eine Markteinführung in den USA gegen Ende 2027.
Damit will Beta Bionics eine Lücke im Markt besetzen – vor allem bei Nutzern, die sich ein nahezu wartungsfreies patch‑style Erlebnis wünschen. Die Nähe zur iLet‑Plattform lässt darauf schließen, dass Mint später mit automatisiertem Closed‑Loop‑System und Dual‑Sensor‑Tech (Glukose + Ketone) kombiniert werden könnte, z. B. mit Abbotts Libre 3 oder Dexcom G7.

Obwohl das 3‑Tage‑Tragesystem im Vergleich zu Omnipods 8 Stunden Grace‑Period verbessert wurde, bleibt abzuwarten, ob dies bis 2027 noch als konkurrenzfähig gilt – Tandem und Medtronic entwickeln längst 7‑Tage‑Lösungen -> diabetech.info.


Fazit für die Community:

Mit „Mint“ bringt Beta Bionics ein vielversprechendes, smartes und nutzerfreundliches Patch‑Pumpen‑Konzept auf den Weg. Die Kombination aus semi‑reuse Design, Smartphone-Steuerung ohne lästiges Pairing und feiner Kanüle könnte ein echter Gamechanger werden – vor allem für Menschen, die Insulinpumpen unkompliziert und unsichtbar am Körper tragen möchten. Ob und wann diese neue Pumpe dann auch auf dem Europäischen Markt verfügbar sein wird ist derzeit noch nicht vorhersagbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Beitrag auf sozialen Medien teilen:

Facebook
WhatsApp
Email
X